Dem Solo-Stück "Ich werde es sagen" der Theaterpädagogischen Werkstatt liegt der autobiografische Erfahrungsbericht des dänischen Autors Kristian Ditlev Jensen zugrunde.

Neun Jahr alt ist der Junge, als er, von seinen Eltern viel allein gelassen, den Pädosexuellen Gustav - einen Freund der Familie - kennenlernt, von ihm umgarnt und verwöhnt und schließlich zum Sex gezwungen wird. Die Schuld für sein drei Jahre dauerndes Martyrium aus Ekel, Scham und Einsamkeit sucht der Junge bei sich selbst, bis er schließlich die aufgezwungene Geheimhaltung durchbricht und beschließt: „Ich werde es sagen“.Ein Raum, ein Stuhl, ein Fenster, auf dem Boden unbeschriebene Seiten Papier. Ein Mann, sein Foto aus Kindertagen, ein kleines in Zeitungspapier gewickeltes Paket. So beginnt das Stück. Reinhard Gesse spielt den Mann, das Kind, verschlossen, aufschreiend in diesem verlassen wirkenden engen Raum. Er erzählt von Gewalt und Autorität von Wut und den kleinen Inseln der Geborgenheit, von seiner Verzweiflung, dem Ausbruch.

Trotz der harten Thematik macht das Stück vor allem Hoffnung. Denn die Hoffnung ist es, durch die Kristian sich am Ende aus seiner Hilflosigkeit befreien kann. Eine zuweilen verzweifelte, zuweilen brüchige Hoffnung - doch am Ende rettet sie sein Leben.
Buch und Regie - Jens Pallas
Besetzung - Reinhard Gesse
Musik - Michael Schütte
Nach dem Buch von Kristian Ditlev Jansen
Info - theaterpädagogische werkstatt
Termine
18. September 2009
19. September 2009
jeweils um 20.00h


