Geschlossene GesellschaftEin Theaterstück von Jean Paul Sartre Die Handlung entzieht den Menschen jede Fluchtmöglichkeit: Zwei Frauen und ein Mann, einander völlig unbekannt, werden nach ihrem Tode für immer in einem zeitlosen Raum zusammenbleiben - das ist die Hölle. Die erzwungene Gemeinschaft macht jeden zum Peiniger des Anderen. In diesem Teufelskreis zerstört der Blick des Dritten die Möglichkeit jeder Zweisamkeit und jeder Einigkeit. Für die Figuren gibt es kein Entrinnen, denn Abhängigkeit und Angst sind die Schlösser der Hölle. Und die Hölle, das sind die Anderen. Satres Stück, das erstmals 1944 im besetzten Paris aufgeführt worden ist, schildert nicht nur die Ausweglosigkeit des Menschen in einer Diktatur, sondern weit darüber hinaus die Zerstörung jeglicher Möglichkeiten, seinem Leben eine eigene Gestalt zu verleihen. 
Die Hölle, das sind die andern" — insofern , als man sich von Geburt an in einer Situation, in die man geworfen wurde, befindet, eine Situation, die einen zwingt, sich unterzuordnen. Sie können als Sohn eines Reichen oder eines Algeriers oder eines Arztes oder eines Amerikaners zur Welt kommen. Von Anfang an ist Ihre Zukunft vorgezeichnet, eine Zukunft, die andere für Sie geschaffen haben; die anderen haben Sie zwar nicht direkt geschaffen, aber Sie sind Teil einer Gesellschaftsordnung, die aus Ihnen macht, was Sie sind. Wenn Sie Sohn eines Bauern sind, dann zwingt die Gesellschaftsordnung Sie, in die Stadt zu gehen, wo Maschinen auf Sie warten, zu deren Bedienung Leute gebraucht werden wie Sie. Also ist es Ihr Schicksal, ein bestimmter Typ Arbeiter zu werden, ein Kind vom Land, das durch eine bestimmte Art kapitalistischen Drucks aus seinem Heimatort vertrieben wurde. Die Fabrik ist eine Funktion Ihres Seins, aber was ist es denn genau, Ihr "Sein"? Es ist die Arbeit, die Sie tun, eine Arbeit, die Sie völlig beherrscht, weil sie Sie verschleißt — während gleichzeitig Ihr Lohn es ermöglicht, Sie genau nach Ihrem Lebensstandard zu klassifizieren. Dies alles ist Ihnen von den anderen aufgezwungen worden. Die "Hölle" ist der angemessene Ausdruck, um diese Art Dasein zu beschreiben. Nehmen Sie doch nur ein Kind, das zwischen 1930 und 1935 in Algerien geboren wurde. Tod und Folter waren in sein Schicksal eingeschrieben. Auch das ist Hölle. Jean-Paul Sartre in einem Interview mit dem Magazin "Playboy", 1965
Regie - Britta Habuch Regieassistenz - Gudula Thiemann Höllenwesen - Birgit Schopohl Garcin - Volker Hunsche Ines - Gerlinde Hegerfeld Estelle - Gilla Frind Autrittstermine: Freitag - 16. Jaunar.2009 um 20:00 Uhr - Premiere Samstag - 17.01.2009 um 20:00 Uhr Freitag - 30.01.2009 um 20:00 Uhr - ausverkauft Samstag - 31.01.2009 um 20:00 Uhr - ausverkauft Freitag - 06.02.2009 um 20:00 Uhr - ausverkauft Samstag - 07.02.2009 um 20:00 Uhr Freitag - 20.02.2009 um 20:00 Uhr Freitag - 17.04.2009 um 20:00 Uhr Samstag - 18.04.2009 um 20:00 Uhr Freitag - 05.06.2009 um 20:00 Uhr Samstag - 06.06.2009 um 20:00 Uhr
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